Abstossend – Fertigprodukte auf dem Prüfstand

Wir alle kennen sie und jeder konsumiert sie – teilweise ohne großes Bewusstsein – vermutlich nahezu täglich: Die Fertigprodukte. Auch bekannt sind Leckereien wie Frühstückscerealien, Instantsoßen, Fertiggerichte, Süssigkeiten, Eis, Fertigdesserts, Fruchtjoghurt, Fertigpizzen, aber auch Käse, Brot und Wurst als „Industrienahrung“. Warum dieser Begriff recht passend ist, zeigen die industriellen Inhaltsstoffe wie z.B.:

– synthetische Vitamine und Mineralien – minderwertige oder schädliche Fette – zu viel Zucker – künstliche Süssstoffe oder Zuckeraustauschstoffe – zu viel Salz und Jod – Konservierungsstoffe – Künstliche Antioxidationsmittel – Farbstoffe – Geschmacksverstärker – künstliche Aromastoffe – Zitronensäure.

Zudem sind Fertigprodukte allesamt sehr häufig von schlechter Qualität. Das lässt sich daran festmachen, dass zur Vermarktung Farbstoffe zur Verbesserung der optischen Erscheinung nötig sind. Denn ohne künstliche Farbstoffe wäre das Aussehen der meissten Fertignahrungsmittel derart unappetitlich, dass der Verkauf undenkbar wäre. Desweiteren ist für den „guten“ Geschmack kein Einsatz von guten Zutaten erforderlich, da künstliche Aromen jeden Geschmack konsumentengerecht nachahmen können. Der Einsatz dieser Aromen ist zudem wesentlich günstiger als die Verwendung frischer Früchte, Kräuter oder Gewürze, sodass Hersteller hier sicherlich gerne zugreifen. Ein weiterer Vorteil für den Produzenten ist außerdem, dass Aromen, im Vergleich zu frischen Lebensmitteln, nicht verderben und so die Haltbarkeit unvergleichbar hoch ausfällt. Diese Haltbarkeit zeigt aber auch, dass keine Vitamine, Mineral- oder Vitalstoffe mehr enthalten sein können, da diese nicht derart lang erhalten bleiben.

Wichtig ist also zu wissen,

– dass verarbeitete Produkte mittlerweile einen unüberschaubar großen Teil des Supermarkt-Sortiments ausmachen und nicht nur an den Tresen von FastFood Restaurants zu finden sind.

– dass sie uns zwangsläufig „schmecken“ und in gewisser Weise abhängig machen, weil sie genau auf die menschlichen Geschmacksbedürfnisse abgestimmt sind, unsere Geschmacksnerven manipulieren und unser natürliches Geschmacksempfinden zerstören.

– dass eventuelle gesetzliche Grenzwerte sich nur auf einzelne Zusatzstoffe – nicht aber auf die Kombination der Stoffe, wie sie ja meißt vorhanden ist – beziehen.

– dass deren gesundheitliche Auswirkungen auf den Menschen nicht annähernd ausreichend geklärt sind, nicht zuletzt auch deshalb, weil Langzeitstudien fehlen.

 

Wenn Sie sich also nicht sicher sind, ob Sie beim nächsten Einkauf das fertige Kartoffelgratin oder doch lieber frische Kartoffeln kaufen, stellen Sie sich bitte Folgendes vor:  Mithilfe der oben genannten Zusatzstoffe ist es möglich, jede Grundsubstanz in ein „leckeres“ Nahrungsmittel zu verwandeln. Wir können daher nur hoffen, dass bei den Fertigprodukten die wir angeboten bekommen, zumindest noch ein Anteil essbarer Grundsubstanzen zum Einsatz kommen. Am Beispiel des Kartoffelgratins (siehe Bild) wären das immerhin noch 62% „wertvolles Lebensmittel“. Jedoch darf man nicht vergessen, dass die starke Verarbeitung und die lange Lagerdauer – vermutlich schon vor langer Zeit – alle guten Inhaltsstoffe der ursprünglichen Kartoffel beseitigt hat.

Um dem „processed food“ noch etwas mehr an den Kragen zu gehen, wird ein weiterer HealthFact die gravierenden, gesundheitsschädlichen Auswirkungen zum Thema haben (Link folgt).

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